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Rallyeteam Kößler in Italien erneut im Technik-Pech

News vom: 11.07.2018 | 08:00 Uhr

11.07.2018 – Die Vorzeichen standen so gut: Das Rallyeteam Kößler reiste voller Vorfreude in sein Lieblings-Rallyeland Italien und zeigte auf den ersten beiden Wertungsprüfungen der Rallye Casentino (6.-7. Juli) sein Potenzial. Doch dann streikte wie schon beim vorherigen Lauf in Slowenien die Technik des Subaru Impreza R4 von Manuel Kößler und Marcus Poschner.

Die Straßen, die Stimmung, das Lebensgefühl – das sind für Manuel Kößler und Marcus Poschner die Gründe, warum sie in Italien besonders gerne ins Lenkrad greifen. Die Euphorie war schon bei der 670 Kilometer langen Fahrt in die Toskana zur Rallye Casentino groß und wurde noch gesteigert, als Manuel Kößler im Servicepark von einem Fan ein Schild mit der Aufschrift „Kößler Tornante“ überreicht bekam. Die Italiener hatten die spektakuläre Drifteinlage des Subaru-Piloten in einer Spitzkehre auf der WP „Corezzo“ auch nach drei Jahren noch nicht vergessen.

Die besagte Prüfung war es auch, die am Samstagmorgen erneut für Glücksgefühle im Lager des Rallyeteams Kößler sorgte. Die Allgäuer absolvierten die 20,99-Kilometer-WP als zweitschnellstes Mitropa-Cup-Team. Cup-Spitzenreiter Gergely Fogasy (Peugeot 208 T16) lag nach der ersten ‚richtigen‘ Prüfung nur 5,9 Sekunden vorn, der drittbeste Fahrer – Thomas Wallenwein im Škoda Fabia R5 – fing sich dagegen schon mehr als 25 Sekunden auf den Führenden ein. Alles lief auf einen Zweikampf zwischen Fogasy und Kößler hinaus.

„Wir hatten ein richtig gutes Gefühl im Cockpit, waren aber noch nicht perfekt unterwegs. Wir wussten, dass wir uns noch deutlich steigern können. Das hätte unser Tag werden können“, beschreibt Copilot Marcus Poschner aus Lautrach und ergänzt. „Aber das ‚Hätte‘ hilft uns leider auch nicht weiter.“

Bereits auf der folgenden dritten Wertungsprüfung wurde die gute Fahrt durch ein technisches Problem am Subaru Impreza R4 beendet. „In einer der ersten Kurven ist der Subaru plötzlich ausgebrochen und war danach unfahrbar“, erklärt Kössler. „Wir kennen die Ursache noch nicht genau. Aber das Frontdiff hat aus irgendeinem Grund verrückt gespielt und das Auto ist immer wieder völlig unvermittelt ausgebrochen, einmal sogar in einer Fünfte-Gang-Kurve.“

Kößler/Poschner verloren auf dieser WP rund 40 Sekunden und hätten eine weitere Prüfung hinter sich bringen müssen, ehe sie den rettenden Service erreichten. „Um keinen größeren Schaden zu riskieren, haben wir uns dazu entschieden, den Subaru abzustellen“, erklärt Kößler. „Das war ein sehr bitterer Moment.“

Mitropa-Cup-Spitzenreiter Gergely Fogasy erlebte dagegen ein problemloses Wochenende und fuhr in der inoffiziellen Europameisterschaft für Privatfahrer den dritten Sieg in Folge ein. Das Podium komplettierten – wie schon beim vorherigen Lauf in Slowenien – Dauerbrenner Hermann Gaßner (Mitsubishi Lancer Evo X) und Aleks Humar (Peugeot 208 R2). In der Gesamtwertung konnte Fogasy seinen Vorsprung weiter ausbauen, Gaßner liegt auf Position zwei, Kößler/Poschner sind nunmehr Dritte.